Unser Festival hieß im Jahr 2009: "Das Fest in Bielefeld" - Internationales Treffen der Theatermacher und Autoren
Das Fest feiern (von Siegmar Schröder) Eigentlich war das historische „Fest in Bielefeld“ im Jahre 1869 nur als 10-jährige Jubiläumsveranstaltung des Männergesangsvereins „Arion“ gedacht, bekam aber durch die Anwesenheit des Exilanten Hoffmann von Fallersleben, zu dem sich dann auch viele andere seiner Dichterkollegen wie z.B. Freiligrath gesellten, eine neue Ausrichtung und Bedeutung. Es entwickelte sich zum Dichter- und Sängerfest und wurde im gleichen Atemzug mit dem Wartburg- oder dem Hambacher Fest genannt und als eine der wichtigsten republikanischen Manifestationen in deutschen Landen angesehen. Für uns ein sehr guter Grund, dieses „Fest in Bielefeld“ in ganz neuer Form auferstehen zu lassen. Das erste wichtige Thema ist für uns hierbei die Frage, wie wir heutzutage ein Fest begehen würden. Wie feiern wir eigentlich? Wir sehen uns oft die ungetrunkenen Champagnerflaschen auf unserem Küchenregal an, die wir geschenkt bekommen haben. Auch im letzten Jahr wurde das 25-jährige Jubiläum des Theaterlabors vor allem dadurch gefeiert, dass wir exzessiv an der Durchführung des 360°- Festivals und der Herausgabe eines Buches arbeiteten. Aber feiern? Um richtig zu feiern, haben wir Theaterlaboranten es nun zum Thema für eine künstlerische Arbeit gemacht und die richtigen Gäste eingeladen. Das 140-jährige „Fest in Bielefeld“ inspiriert uns auch dazu, ein interdisziplinäres Künstlertreffen mit dem Schwerpunkt auf dem literarischen und poetischen Bereich zu gestalten. Lesungen und Poetry-Slam sind erstmals bei uns in einem Festivalprogramm. Wir präsentieren neue Formen der Begegnung zwischen den schreibenden und den darstellenden Künsten. Zu guter Letzt wollen wir uns von dem revolutionären Geist des historischen Festes anstecken lassen und hoffen, dass wir, so wie das „Fest in Bielefeld“ vor 140 Jahren zum Niedergang der Monarchie beigetragen hatte, mit dem wiedergeborenen Fest die heutige Welt aus den Angeln heben können, und sei es nur für eine Woche. Stoßen Sie darauf mit uns an! Programm 18. September | 20:00 Uhr Plavo Pozorište, Theaterlabor: " Bizarre Restaurant Concert" (RS/D) | 19. September | 20:00 Uhr Branko Simić (BiH): „Gesellschaft für reale Märchen - Abteilung D“ | 20. September | Eröffnungsmatinée ab 11 Uhr mit Festrede Roland Nachtigäller MARTa Herford Konzert Plavo Pozorište Konzert Gesangsverein ARION, Ausrichter des historischen Festes Theaterlabor: Szenen zum Protokoll des historischen Festes
| 20. September | 20:00 Uhr Abendveranstaltung KoME: "DNA" (D/PL) | 21. September | 16:00 Uhr Künstlerforum 20:00 Uhr Ansambl Miraz (RS): Preview "Islands greener than a dream" | 22. September | 19:00 Uhr Alexandra Kamp liest "Sexus" von Henry Miller | 23. September | Arienabend ab 20:00 Uhr mit Tenor Dr. Johannes Wolfgang Otto Nachtprogramm ab 22:00 Uhr: TATUNTATimprovisierte Musik mit ebensolchem Text | 24. September | Interessenschwerpunkt Wissenschaft performativ ab 17:30 Uhr
17:30 Uhr Lecture performance von Lydia Schulze-Heuling (Bremen): "Frühstücksdose" 19:00 Uhr, in Kooperation mit dem Bielefelder Kunstverein: Vortrag von Dr. Sibylle Peters (Kulturwissenschaftlerin, Universität Giessen), "Online/offline – Spekulationen über die Zukunft des Vortrags als Performance" 21:00 Uhr Lecture performance von Eva Maria Gauss (Halle a. d. S.): "Der Sprechkomplex" | 25. September | 20:00 Uhr AKHE (RU):"Gobo. Digital Glossary" | 26. September | Performance-Play+Party ab 19:00 Uhr mit Christian Y Schmidt, Poetry Slam, AKHE, One yellow rabbit (CA): "The Whaler", Das Projekt Fein, Installation Panta Rhei, Bands: Lavavein und Independenzia | 27. September | 16:00 Uhr Künstlerforum 20:00 Uhr One Yellow Rabbit "Sign language" |
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